Für diesen Anlass mussten sowohl Leiter als auch Teilnehmer mal etwas früher aufstehen, denn wir hatten etwas ganz Spezielles vor letzten Samstag: ein Besuch im Nidlenloch im Weissenstein. Auf der Zugfahrt nach Oberdorf im Kanton Solothurn war dann noch Zeit genug, sich den Schlaf auf den Augen zu reiben und spätestens in der Gondel auf den Weissenstein sind dann auch die grössten Schlafmützen aufgewacht. Über dem Nebelmeer war die Aussicht natürlich fantastisch und das Wetter tiptop.

Nach einem kurzen Fussmarsch ging es dann auch schon los und wir wurden von zwei erfahrenen Bergführern mit Helmen und Stirnlampen ausgestattet und für die Erkundungstour instruiert. Kurz darauf begann der Abstieg ins Dunkle. Das Nidlenloch ist eine Karsthöhle mit einer Gesamtlänge von über 7000 Metern, welche etwa 400 Meter in die Tiefe reicht. Einigen von uns wurde es etwas mulmig zumute beim steilen Eingang, aber nach diesem Hindernis ging es problemlos weiter. Manchmal wurde es ganz schön eng, aber stecken geblieben ist natürlich niemand. Nach etwas mehr als drei Stunden in der Dunkelheit waren wir dann wieder am Tageslicht, müde, dreckig und mit ein paar schönen Steinen als Andenken.

Danach gab es zuerst einmal eine wohlverdiente Pause und ein Zvieri vor der kurzen Wanderung zurück nach Oberdorf. Diese war eine ziemliche Herausforderung, denn der Grossteil des Weges war noch mit Schnee bedeckt und daher sehr rutschig. Obwohl ein paar Leiter und Teilnehmer auf dem Hosenboden gelandet sind, sind wir am Ende alle heil unten angekommen und haben die Heimreise angetreten.

Es war ein langer Tag, aber das frühe Aufstehen hat sich definitiv gelohnt!

Nach einer Zug- und Seilbahnfahrt und einer kurzen Wanderung auf dem Weissenstein werden wir am 18. Februar eine enge Felsspalte erreichen. Es ist der Einstieg zum ‚Nidlenloch‘.
Das Nidlenloch ist eine Karsthöhle (und Naturschutzgebiet) welche von 1274 m. ü. M. auf über 7.5km bis zu 400m tief in den Berg hinab führt.

Wir haben die Möglichkeit mit fachkundiger Begleitung während einigen Stunden einen Teil dieses Systems zu erkunden.
Da es in der Höhle das ganze Jahr über ca. 7°C kühl ist und je nach Niederschlag von trocken bis auch feucht sein kann ist es wichtig dass du entsprechend ausgerüstet und angezogen bist.

 

Treffpunkt Samstag, 18. Februar 2017, 07:30 Uhr Bahnhofplatz Zofingen

Anmeldeschluss 10. Februar 2017 (wenn du erst am 12. aus den Ferien zurückkommst ev. Nachmeldung bis 12.02. möglich)

Mitnehmen / Kleidung alte Kleidung welche schmutzig werden darf mitnehmen, (z.B. alte Skikleidung oder Kombi) Garten- oder alte Ski-Fingerhandschuhe, mitnehmen. ‚Höhlenkleidung‘ kann vorher/nachher in Umkleideraum gewechselt werden Wanderschuhe o.Ä. (mindestens knöcheldeckend!)

Verpflegung Kleines Sandwich, welches in die Jackentasche passt (Rucksack bleibt draussen im Umkleideraum), Kleiner Znüni und Zvieri und etwas zum Trinken

Schluss 17:45 Uhr beim Treffpunkt

Fragen & Anmeldung Bruno Schenk,  079 599 66 21 (auch Notfallnummer)

Elektronische Geräte Lässt du zuhause! Das Leiterteam hat ein Handy dabei.

Versicherung ist Sache der Teilnehmenden

http://juna.ch/symbole/page_white_acrobat.png Anlassdetails

Mit dem Ziel Kernkraftwerk Leibstadt vor Augen, ging es für die Jugendnaturschutzgruppe Aare- Wiggertal mit dem nonstop Bus von Zofingen nach Leibstadt. Im Besucherzentrum des Kernkraftwerks warteten bereits zwei fachkundige Führerinnen auf die wissenshungrigen Teilnehmer.

Zu Beginn der Führung wurde ein Film gezeigt, welcher den Alltag des KKL`s mit samt den bis zu 500 beschäftigten Mitarbeitern widerspiegelte. Um die Materie der Kernenergie zu vertiefen und dessen Grundmaterial Uran näher kennen zu lernen, teilte sich die Gruppe entzwei.

Nun wartete eine eindrucksvolle Ausstellung mit vielen Experimenten auf die Gruppen, so konnte zum Beispiel anhand eines ferngesteuerten Flugzeugs die Strahlenbelastung während einem Interkontinentalflug in den unterschiedlichen Höhen festgestellt werden oder mit verschiedenen Materialien wie Plexiglas, Wasser, Beton oder Blei die Strahlenabschirmung gemessen werden.

Ins Schwitzen kamen einige beim Radfahren um Strom zu erzeugen, damit für circa drei Sekunden eine Stichsäge lief oder die Herdplatte für eine Sekunde in Betrieb war. Die LED Nachttischlampe leuchtete da bereits länger, wobei der Haarföhn kaum zum Anlaufen kam.

Bei der komplexen Erklärung des Reaktors und dessen Brennstäbe kamen immer wieder interessante Fragen zur Produktion des Stroms oder der Betriebssicherheit auf.

Letzteres konnte man sich dann auch in einem nachgebauten Modell – der Ummantelung des Reaktors eins zu eins ansehen. Besonders gefallen schien den Jungen Teilnehmern die Animation der Atommüllendlagerung. Dies wohl aus dem Grund, weil der Film mit einer Reality-Brille erlebt werden konnte.

Nach den vielen Eindrücken in der Ausstellung, wartete eine kleine Verpflegung auf die Gruppe, bevor es ab in die Kälte bzw. auf den Werkrundgang ging.

Nach dem Vorzeigen der Identitätskarte und der Aushändigung eines zeitlich limitierten Badges konnte die Sicherheitskontrolle passiert werden.

Auf langen Fluren ging es nun zielstrebig in Richtung Kommandoraum, wobei etliche schwere Brandschutztüren überwunden werden mussten, bevor man durch eine Glaswand in die operative Leitstelle blicken konnte. Zur Verwunderung stellte sogleich jemand fest, dass sich im Reaktorgebäude, ein Krokodil befindet! Wie denn das? Die Begleiterin konnte die verwunderte Schar rasch aufklären. Das auf dem Monitor ersichtliche Krokodil, welches tatsächlich im Reaktorgebäude auf dem Wasser treibt ist aus Plastik und dient der optischen Überwachung des Wasserspiegels.

Nach unzähligen Fragen und vielen Eindrücken begaben sich sichtlich erschöpfte Jugendnaturschützer dankend zum Ausgang und verabschiedeten sich vom winterlich ummantelten Kernkraftwerk per Bus in Richtung Zofingen.

Das Jahr geht langsam zu Ende und wir haben es mit einem lustigen Nachmittag im Wald ausklingen lassen. Wir hatten so viele Teilnehmer dabei wie noch fast nie!

Nachdem wir uns beim Loohof in Oftringen getroffen hatten, marschierten wir in den Wald, wo ein spannendes Geländespiel vorbereitet worden war. Es ging darum, Erdnüsse zu finden und sie gegen ein Zvieri aus Schokolade und Mandarinen einzutauschen. Das Spiel war anstrengend und das anschliessende Zvieri war wohlverdient.

Zum Abschluss wurde noch eine lustige Stafette gespielt und als alle müde waren, sind wir zum Treffpunkt zurückspaziert und haben uns für dieses Jahr verabschiedet.

Unser 2016 war intensiv und hat Spass gemacht. So haben wir zum Beispiel viel über Frösche gelernt und durften eine interessante Führung über Vögel in Zofingen geniessen. Wir haben ein Weekend mit den Steinböcken verbracht und sind sogar selber geklettert!

Ausserdem haben wir dieses Jahr ihr 20-jähries Bestehen gefeiert. Da durfte eine grosse Party natürlich nicht fehlen. Mit Teilnehmern, Familienmitgliedern und ehemaligen Leitern war die Feier ein grosser Erfolg.

Ein zweiter Höhepunkt dieses Jahr war natürlich das Sommerlager mit dem Cevi Oftringen und Rothrist. Obwohl die Zeltstadt in der zweiten Nacht komplett geflutet wurde, hatten wir alle Spass und haben viele neue Leute kennengelernt und Freundschaften geschlossen auf diesem Abenteuer.

Das nächste Jahr wird hoffentlich genauso toll und ereignisreich, wir freuen uns schon und sind bald mit dem neuen Halbjahresprogramm am Start!